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Oligo-Tm-Rechner

Berechnen Sie die Schmelztemperatur eines DNA-Oligos oder PCR-Primers. Der Hauptwert verwendet die Nearest-Neighbor-Methode (SantaLucia 1998) mit Salzkorrektur; die einfache Wallace-Regel und die GC%-Schätzung werden zum Vergleich angezeigt.

Geben Sie eine DNA-Sequenz (nur A, C, G, T) ein, um ihre Tm zu berechnen.

So funktioniert es

Die Schmelztemperatur (Tm) ist die Temperatur, bei der die Hälfte eines DNA-Duplex in Einzelstränge dissoziiert ist. Die genaueste Schätzung für Oligos verwendet die Nearest-Neighbor-Thermodynamik: Jeder benachbarte Basenpaarschritt trägt eine bekannte Enthalpie (ΔH) und Entropie (ΔS) bei, und die Tm ergibt sich aus Tm = ΔH / (ΔS + R·ln(C_T/4)) mit einer Korrektur für die Salzkonzentration. Dieser Rechner verwendet die einheitlichen SantaLucia-1998-Parameter.

Die Konzentration einwertiger Kationen (Na⁺) und die Oligo-Strangkonzentration beeinflussen beide die Tm, geben Sie also die Werte für Ihre Reaktion ein. Für schnelle Überprüfungen funktioniert die Wallace-Regel — 2 °C pro A/T und 4 °C pro G/C — für kurze Oligos, und eine GC%-basierte Formel wird für längere Sequenzen angezeigt. Die Sequenz darf nur A, C, G und T enthalten (U wird als T gelesen).

Beispiele

  • GTAAAACGACGGCCAGT (M13-Forward-Primer) schmilzt bei etwa 50 °C bei 50 mM Na⁺.
  • Wallace-Regel: Für einen 17-mer mit 8 A/T und 9 G/C ist Tm = 2×8 + 4×9 = 52 °C.
  • Eine Erhöhung der Salzkonzentration oder der Oligo-Konzentration erhöht die Tm.

Häufig gestellte Fragen

Welche Methode ist am genauesten?
Die Nearest-Neighbor-Methode ist für Oligonukleotide am genauesten, da sie die Identität benachbarter Basen berücksichtigt, nicht nur den gesamten GC-Gehalt. Sie ist hier der Hauptwert.
Warum sind Salz- und Oligo-Konzentration wichtig?
Kationen stabilisieren den DNA-Duplex und erhöhen die Tm, und eine höhere Strangkonzentration verschiebt das Gleichgewicht in Richtung Duplex. Beide erscheinen in der Nearest-Neighbor-Gleichung, sodass die Eingabe Ihrer Reaktionswerte eine realistische Tm ergibt.
Wann reicht die Wallace-Regel aus?
Die Wallace-Regel (2 °C pro A/T, 4 °C pro G/C) ist eine vernünftige schnelle Schätzung für Oligos kürzer als etwa 14 Basen, ignoriert aber Salz, Konzentration und Sequenzkontext, sodass sie bei längeren Primern abweicht.
Verarbeitet es RNA oder mehrdeutige Basen?
Uracil wird als Thymin gelesen, aber die Nearest-Neighbor-Parameter gelten für DNA. Mehrdeutige IUPAC-Codes werden nicht unterstützt — die Sequenz muss aus A, C, G und T (oder U) bestehen.